Was will ich im Leben? 3 Schritte wie du es herausfindest!


Was will ich eigentlich? Ob du gerade am Anfang deiner persönlichen Weiterentwicklung stehst oder vielleicht gerade mittendrin irgendwie “festhängst” - es sind nicht immer die Antworten, die dir helfen. Die Kunst ist es, die richtigen Fragen zu stellen.
Was will ich wirklich - 3 Schritte
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Wenn du das hier liest, wohnst du wahrscheinlich in Deutschland. Was ich damit sagen will ist, dass uns heutzutage alle Wege offen stehen und wir wie nie zuvor (oder in wenig anderen Ländern) mit unseren Leben herum experimentieren können. Wir dürfen Fehler machen, ohne danach unter einer Brücke zu landen. Es ist wahnsinnig toll, dieses Auffangnetz zu haben, aber die Fülle an Möglichkeiten kann einen dann auch doch mal erschlagen. Wir müssen tagtäglich so viele Entscheidungen treffen, angefangen von ‘was es zum Frühstück gibt’, über ‘welchen Podcast ich in der Ubahn hören will’, bis hin zu ‘welche Netflix Serie ich heute Abend anschaue’. Die Auswahl ist unendlich.

“Das Risiko falscher Entscheidungen ist dem Schrecken der Unentschlossenheit vorzuziehen.”- Maimonides


Was will ich vom Leben?

Und genauso ist es eben auch mit dem Rest unseres Lebens, theoretisch stehen uns alle Türen offen. Aber durch welche sollen wir gehen?

Um dir zu helfen, Klarheit für dich und dein Leben zu bekommen, haben wir uns im Lifecoachery Team diese 3-Schritt-Methode überlegt.

Die sieht folgendermaßen aus:

1. Ist-Analyse

In der Ist-Analyse beschäftigen wir uns mit der Frage: “Wo stehe ich gerade?”

Wir machen eine Bestandsaufnahme.

2. Werte

Im zweiten Schritt geht es um die Frage: “Welche Dinge sind mir im Leben wichtig?”

Werte sind der innere Kompass und müssen definiert werden.

3. Richtung/ Ziele

Im dritten Schritt geht es darum, die richtigen Fragen hinsichtlich deiner Ziele & der Richtung, die du einschlagen willst, zu stellen:

Was will ich eigentlich und wohin möchte ich mich entwickeln?

Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?

Welche Gewohnheiten muss ich entwickeln?

Was kann ich tun, um dorthin zu kommen?

Am besten besorgst du dir ein Blatt Papier und einen Stift, machst es dir gemütlich und schaltest den Flugmodus auf deinem Handy ein, damit du ungestört bist und den Fokus auf dich selbst halten kannst.

Los geht’s!



1. Ist-Analyse

In der Ist-Analyse schauen wir zunächst erstmal genau auf deine einzelnen Lebensbereiche.

Wichtig ist nämlich hier zu verstehen, dass alle Lebensbereiche miteinander zusammenhängen. Wenn wir zum Beispiel gerade sehr unglücklich mit unserem Körper und unserer Gesundheit sind, kann sich das auch negativ auf den Job, Freundschaften oder die Liebe auswirken. 

Um die Ist-Analyse ein bisschen schöner zu gestalten und die Antworten zu visualisieren, benutzen wir hier ein Lebensrad.

Das Wheel of Life kannst du entweder jetzt schnell selbst malen oder du druckst dir unsere Vorlage aus:

Download Wheel of Life / Lebensrad



Dann stelle dir folgende Fragen:
  • Wie zufrieden bin ich in den einzelnen Lebensbereichen? Setze ein Kreuz auf der Skala von 0 (alles kacke) – 10 (besser geht’s nicht)
  • Beschreibe deine Lebensbereiche in kurzen Worten / Stichwörtern.
  • Welche der Lebensbereiche bereiten mir die meisten Kopfschmerzen? Schreibe in Stichwörtern wo und welche Herausforderungen du gerade hast.
  • Wer wäre in den einzelnen Lebensbereichen mein Vorbild? Das kann jemand sein, den du kennst oder auch nicht kennst.

2. Werte: Was ist mir im Leben wichtig?

Nachdem wir nun den Ist-Stand kennen und einschätzen können, sollten wir uns nun einmal anschauen, welche Werte dir im Leben wichtig sind. Wenn du dich jetzt fragst, warum das wichtig ist, dann stell dir deine Werte als Nordstern vor, dem du immer wieder folgen kannst, wenn du mal die Orientierung verlierst.

Mir persönlich passiert das relativ häufig. Ich hinterfrage oft die Richtigkeit meiner Entscheidungen. Aber sobald ich weiß, dass sie mit meinen Werten in Einklang sind, bin ich beruhigt und kann den Weg, für den ich mich entschieden habe, weitergehen.

Download der Werte-Liste



Die meisten Menschen wissen intuitiv, mit welchen Werten sie sich identifizieren, doch sie denken nie darüber nach oder hören mal wirklich in sich rein.

Gehe die Werte durch und versuche zu erfühlen, welche davon dein Herz höher schlagen lassen. Entscheide dich für 3 Werte.

Um herauszufinden, welche Werte für dich wichtig sind, kannst du dir folgende Fragen zur Hilfe nehmen.

  • Welche Eigenschaften sind mir bei meinen Freunden / meinem Partner wichtig?
  • In welchen Momenten fühle ich mich glücklich? Beschreibe diese.
  • Was sind die Werte, die meine Vorbilder (wahrscheinlich) leben?

3. Richtung / Ziele

Was will ich eigentlich und wohin möchte ich mich entwickeln? Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte? Welche Gewohnheiten muss ich entwickeln?

Wir kennen nun also unsere aktuellen Situationen und wir haben unsere Werte definiert. Im nächsten Schritt geht es jetzt darum zu verstehen, wo wir eigentlich hinwollen.

Wenn du noch ganz am Anfang deiner Persönlichkeitsentwicklung bist, weißt du wahrscheinlich, dass du was ändern möchtest, aber du weißt nicht WAS. Und WIE.

Ich glaube, die meisten Menschen wissen irgendwie schon, was sie gerne im Leben machen möchten, allerdings lassen sie den Gedanken nicht wirklich zu. Vielleicht weil sie denken, es wäre doch nur Blödsinn oder weil sie Angst vor den Konsequenzen haben. 

Besonders schwer ist es vor allem dann, wenn der eigene Weg nicht den Erwartungen der Anderen entspricht. Wir haben Angst, aus der “Gruppe” ausgeschlossen zu werden, das schwarze Schaf zu sein.

Doch langfristig ist nichts so schmerzhaft, wie nicht sein authentischstes Selbst gelebt zu haben.

Ich weiß nicht mehr genau, wo ich den Satz gehört habe und wer ihn gesagt hat, aber ein schlauer Mann wurde mal gefragt, was seine Vorstellung von der Hölle ist und er sagte: 

Meine Vorstellung von der Hölle ist es, einen Tag bevor ich sterbe, die Person zu treffen, die ich hätte sein KÖNNEN.

Um also herauszufinden, was du in deinem Leben wirklich willst, musst du dir Zeit für dich nehmen und in dich reinhören. Und zwar ohne Verurteilung und ohne Bewertung.

Stelle dir folgende Fragen:
  • Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?
  • Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
  • Wer sind meine Vorbilder und was machen sie?
  • Wie sieht mein perfekter Tag aus, wenn ich genügend Zeit und Geld hätte?

Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast, wechseln wir in die Zukunftsperspektive.


Es ist jetzt ein Jahr vorbei. Schließe die Augen und stell dir dich selbst vor, in deinem Alltag. Lass dir ruhig Zeit, es kann ein bisschen dauern, bis ein klares Bild vor deinen Augen entsteht. Wenn du soweit bist, öffne die Augen wieder und beantworte folgende Fragen:

  • Was siehst du um dich herum?
  • Welche sind 3 wichtige Veränderungen, die stattgefunden haben?
  • Was hast du tun müssen, um diese Veränderungen zu erzielen?
  • Wie haben sich deine Gewohnheiten geändert, wie sieht dein Tagesablauf ungefähr aus?

Ein bisschen extra Motivation gefällig?

Mir persönlich hilft immer und immer wieder sehr, mir selbst Feuer unter dem Popo zu machen, indem ich mir folgendes vorstelle:

Es ist jetzt ein Jahr vorbei und ich habe nichts von dem erreicht, was ich mir vorgenommen habe.

  • Wie fühle ich mich bei dieser Vorstellung? Ich versuche dabei auch wirklich, diese schlechten Gefühle und den Schmerz zuzulassen.
  • Warum hat nichts geklappt? Und was hat mich daran gehindert?
  • Was kann ich tun, um diese Hindernisse zu meistern?

Ich hoffe diese Fragen haben dir etwas mehr Klarheit über dich selbst gebracht. Sei nicht zu streng zu dir, wenn du nicht alle Fragen direkt beantworten kannst. Dieser Prozess braucht Zeit, Wiederholungen und den liebevollen Umgang mit dir selbst. 

Auch wenn du heute nur ein klitzekleines Schrittchen weiter gekommen bist, ist das der erste Schritt in die richtige Richtung.

Du möchtest noch mehr über das Thema “Was will ich?” erfahren und brauchst etwas mehr Inspiration? Dann haben wir hier 2 Buchempfehlungen für dich:


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Photo by Yoann Boyer  on Unsplash


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