10 Tipps ständiges Nachdenken in den Griff zu bekommen (Overthinking)


Ihr kennt ihn sicher alle, der schmale Grat zwischen "über eine Sache effizient nachdenken" und "Grübeln" ohne zu einen Schluss zukommen. Im Englischen gibt es ein Wort dafür, nämlich "Overthinking",  also "Übernachdenken". Das Schlimme daran: oftmals generieren wir damit Probleme, die am Anfang gar nicht da gewesen sind.

Photo by Karl Fredrickson on Unsplash

Hier sind 10 Tipps wie du die Affen in deinem Kopf wieder unter Kontrolle bekommen kannst:

 

1. Deadline für Entscheidungen setzen:

Wenn wir eine Entscheidung treffen wollen, überlegen wir uns das Für und Wider, Pro’s und Con’s, und das ist auch gut so. Doch oft verlieren wir uns in einzelnen Aspekten unserer Überlegungen und der Prozess zieht sich viel weiter in die Länge als wir wollten. Wenn wir dann in dieses “Übernachdenken” kommen, stellt sich uns noch ein anderes Problem: unser Kopf wird müde. Unser Gehirn hat nur begrenzte Energien, um Entscheidungen zu treffen. Denken wir zu lange nach, ist die Wahrscheinlichkeit groß, schlechte oder gar keine Entscheidung zu treffen. Gib dir also ein Zeitlimit, z.B. eine Minute für kleine Dinge, 2 Stundend für wichtigere Entscheidungen.

 

2. Prokrastination vermeiden:

Prokrastination ist eine Volkskrankheit. Wir alle tun es und auch viel zu häufig. Heutzutage ist es wahnsinnig einfach in diese Falle immer und immer wieder reinzutappen und so verschieben wir unsere Arbeit auf später oder morgen. Das Problem ist, dass wir uns hierbei gleichzeitig erlauben, unsere Gedanken frei laufen zu lassen und unseren Fokus zu verlieren. Schlimmer noch, wir entschuldigen unsere Abgelenktheit damit, über Problem im weiter und weiter nachdenken zu müssen – und schon sitzen wir wieder in unserer Gedankenfalle. Wenn wir es allerdings schaffen das ständige Abschweifen zu besiegen, werden wir nicht nur weniger Gelegenheiten haben, Dinge zu überdenken, gleichzeitig schaffen wir es auch schneller unsere Ziele zu erreichen.

 

3. Sich eine Pause gönnen:

Wenn du das Gefühl hast, dass du bei einem Problem einfach nicht weiterkommst und alle Gedanken darüber dich nur unglücklich machen, gönn dir eine Pause und versuche aus dem Gedankenkarussell auszubrechen. Geh raus an die frische Luft oder beschäftige dich ein Weile mit etwas, dass dich glücklich macht.

 

4. Geh zum Sport:

Sport ist nicht nur gut für die Gesundheit, es hilft auch den Kopf freizukriegen und Gedanken zu ordnen. Sport schüttet ausserdem Glückshormone aus und wirkt antidepressiv, regelmäßiger Sport trainiert zudem deine Willenskraft und macht dich selbstbewusster –  Eigenschaften, die wir brauchen um gute Entscheidungen zu treffen, ohne das Gefühl sie weiterhin überdenken zu müssen.

 

5. Meditation:

Wenn du das Gefühl hast, dass die Affen in deinem Kopf mal wieder ausrasten und du einfach keine Ordnung in deine Gedankenwelt bekommst, versuche es mal mit Meditation. Dabei geht es nicht darum, an “Nichts” zu denken, sondern dich von deinen Gedanken zu lösen und sie als neutraler Zuschauer zu beobachten. Mit ein wenig Übung kann es dir so immer besser gelingen, deine Gedanken bewusster zu steuern, ohne dich von ihnen in eine emotionale Abwärtsspirale reinziehen zu lassen.

 

6. Frage dich “wird das noch in einer Woche/Monat/Jahr wichtig sein?”:

Diese Frage soll dir die Wichtigkeit des Problem klarmachen. Wenn das Problem nicht mal mehr in einem Monat für dich wichtig sein wird, warum dann also noch weiter darüber nachdenken? Stelle dir diese Frage immer wieder und trainiere dich selbst darin zu erkennen, ob etwas es wirklich wert ist, so viel darüber nachzudenken oder ob du lieber loslassen solltest.

 

7. Denk nicht was schiefgehen kann, denke daran was Gutes passiert:

Viele Gedankenspiralen werden häufig schlichtweg aus Angst geschaffen. Angst beeinflusst unsere Entscheidungen, weil wir damit beschäftigt sind, darüber nachzudenken, was potentiell alles schief gehen kann. Das nächste Mal, wenn du dich also dabei ertappst über die negativen Auswirkungen nachzugrübeln, sag “Stopp” und denke an alles Gute was passieren kann. Stell es dir richtig vor, visualisiere es und lass es zu deiner Motivation werden.

 

8. Sei vorsichtig, welche Glaubenssätze du dir selbst lehrst:

Es ist uns nicht immer wirklich bewusst, aber unser Unterbewusstsein lernt kontinuierlich, d.h. wann immer wir etwas lesen, sehen oder mit Freunden sprechen, lehren wir uns selbst Glaubenssätze, nach denen wir handeln. Daher ist es wichtig, sich im richtigen Umfeld zu bewegen, nicht umsonst heisst es “du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst”. Umgebe dich mit positiven Menschen, die dich inspirieren und motivieren, und dir wird es immer leichter fallen, das Übernachdenken sein zu lassen.

 

9. Du kannst nicht alles kontrollieren:

Das Übernachdenken ist im Grunde nichts anderes als eine Form der Kontrollbesessenheit. Indem jedes einzelne Szenario (und sei es auch noch so unwahrscheinlich) bis ins Detail durchdacht wird, versuchen wir in jeder Situation Herr der Lage zu bleiben. Aber so funktioniert das Leben leider nicht, denn oftmals kommt es doch anders als man denkt. Dinge verändern sich. Je eher du begreifst, dass du nicht alles kontrollieren kannst, dass du dein Leben leben und nicht planen sollst, desto glücklicher und unbeschwerter wirst du dich fühlen und desto leichter wird es dir fallen, Entscheidungen zu treffen, mit denen du dich wohl fühlst.

 

10. Lebe in der Gegenwart:

Konzentriere dich auf den Moment wie er gerade ist und denke daran, was du jetzt hast. Die Vergangenheit ist bereits vorbei und die Zukunft ist noch nicht passiert. Nur wenn wir es schaffen im Jetzt zu leben und den Moment auszukosten, können wir loslassen und die Gedankenspirale durchbrechen.

 

Und denke daran: ein Problem nach dem Nächsten!

 


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