Warum du nicht das bekommst, was du willst


Ich hatte vor Kurzem ein Gespräch mit meiner Mutter, dabei ging es darum, warum wir oft etwas wirklich wollen und es doch irgendwie nicht erreichen können (in diesem speziellen Fall ging es darum bis Weihnachten ein paar Kilo abzunehmen, wie jedes Jahr). Wir fragten uns, wie es sein kann, dass man sich irgendwie immer selbst im Weg steht und sich sabotiert. Während Selbstsabotage bei größeren Zielen ein noch komplexeres Problem ist, warum sind dann selbst kleinere Ziele oft so unerreichbar?
Warum du nicht bekommst was du willst
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Der Grund ist einfach:

Wir handeln nicht nach dem, was wir wollen. Wir handeln auf Basis dessen, was wir erwarten.

Und das sind meistens leider komplett verschiedene Dinge.

Ein simples Beispiel: Wir wollen gerne im Lotto gewinnen, aber wir erwarten es nicht, daher kaufen wir erst gar keinen Schein, mit dem Ergebnis, dass wir auf keinen Fall im Lotto gewinnen.

 

Wir verhalten uns in Situationen genau so, wie wir die Situation auch erwarten. Nicht anders. Aber warum ist das so?

Die Ursache liegt in unserem Gehirn, dass evolutionär noch denkt, es würde in der Steinzeit leben. Dort brauchten wir auch diesen Erwartungs-Vorhersagungs-Modus zum Überleben. Wenn es hinten im Gebüsch laut brüllte, konnte man wohl davon ausgehen, gleich einem Säbelzahntiger über den Weg zu laufen.

Bestimmte Situationen lösen bestimmte Erwartungen in uns aus, so dass wir uns darauf vorbereiten können, was wohl gleich passieren wird (und meistens ist das auch eine gute Reaktion unseres Körpers). Doch unserer Gehirn kann nicht unterscheiden, ob wir an die Vergangenheit oder die Zukunft denken.

Biochemisch gesehen, passiert da genau das gleiche. Wir verschieben also die Vergangenheit in die Zukunft und was passiert? Wir erschaffen die sogenannte  Self-Fulfilling- Prophecy.

Anders ausgedrückt: Wenn man auf Basis dessen handelt, was man erwartet, dann bekommt man auch das, was man erwartet. Man macht es dazu.

 

Wir benutzen die Vergangenheit, um Vorhersagen über die Zukunft zu treffen.

Ein Beispiel: Du hattest schon zehn beschissene Dates gehabt, was glaubts du wohl jetzt, wie das Elfte wird?

 

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten. – Henry Ford

Du fragst dich jetzt bestimmt, was kann ich aber dagegen tun? Nun, es ist zugegebener Maßen außerordentlich schwer, sein Gehirn auszutricksen, keine entsprechende Erwartung an eine Situation zu haben.

 

Aber was wir tun können, ist unsere Erwartungshaltung zu verändern.

 

3 Schritte um dein Mindset auf Erfolg zu programmieren

Stellen wir uns vor, du musst einen Vortrag vor 100 Menschen halten.

Was sind die 3 Schritte, um deine Erwartungshaltung zu verändern und dein Mindset darauf zu programmieren, zu bekommen was du willst?

 

1 – Frage dich, wie fühle ich mich, wenn ich an das denke, was ich erwarte? 

Du erinnerst dich jetzt vielleicht an die Schule, in der du einen Vortrag halten musstest und wie du plötzlich einen Blackout hattest und es dir schrecklich peinlich war. Du erinnerst dich an das Gefühl, dass du in diesem Moment empfunden hast. Du erwartest also jetzt, dass das Gleiche passiert.

 

Glückstest - Wie werde ich glücklich?

 

2 – Was soll stattdessen passieren?

Stelle dir vor, wie du vor den Leuten stehst und mit Selbstvertrauen, fester Stimme und Witz einen Vortrag hältst und alle am Ende applaudieren.

 

3 – Was muss ich machen, damit das passiert, was ich will?

Überlege dir jetzt, was du machen musst, um dieses Ziel zu erreichen. Shifte deinen Fokus auf die Möglichkeiten. Du kannst dir Youtube Videos darüber anschauen, wie man gute Vorträge hält, Rhetorik Seminare besuchen und dir vielleicht ein neues Outfit kaufen, dass dich selbstbewusster macht. Jede Arbeit die du investierst, dein Ziel zu erreichen, wird auch deine Erwartungshaltung ändern.

 

Am Ende wirst du immer noch nach dem handeln, was du erwartest, aber jetzt erwartest du etwas Gutes, weil du deinen Fokus in genau diese Richtung gelenkt hast und darauf hingearbeitet hast. Stück für Stück.

 

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