So lernst du in Beziehungen wieder zu vertrauen


Eigentlich ist alles perfekt: Du hast einen tollen Menschen kennengelernt, der dein Herz höher schlagen lässt und dich so annimmt, wie du bist. Trotzdem schaffst du es nicht ihm voll und ganz zu vertrauen. Du verschließt dein Herz und kannst dich in deiner neuen Beziehung nicht komplett fallen lassen. Doch es lohnt sich, dass Misstrauen abzuschütteln und wieder Vertrauen zu schenken.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir brauchen den Kontakt zu anderen Menschen, egal ob Freundschaften, Familien oder Partnerschaften. Fremden gegenüber etwas misstrauisch zu sein ist oftmals nicht unbedingt etwas Schlechtes. Es gibt sicher Situationen, in denen wir vorsichtig sein und vor allem auf unser Bauchgefühl hören sollten. Wenn es um längerfristige zwischenmenschliche Beziehungen geht, ist gegenseitiges Vertrauen allerdings eine der wichtigsten Säulen. Wenn dieses Vertrauen allerdings missbraucht wird, im schlimmsten Fall immer und immer wieder, kann das allerdings zu einem echten Problem werden. Viele Menschen werden übervorsichtig, verschließen ihr Herz und sabotieren so unbewusst jegliche zwischenmenschliche Beziehung. Doch Vertrauen kann man durchaus wieder lernen. Wir zeigen dir was du dafür tun kannst.


1. Gehe deinem Misstrauen auf den Grund

Für fehlendes Vertrauen gibt es immer einen Grund. Gehe in dich und überlege genau, wieso es dir so schwer fällt. Stelle dir selbst dafür folgende Fragen:

  • Gab es jemanden in deiner Vergangenheit, der dein Vertrauen missbraucht hat?
  • Wie oft wurdest du bereits tief verletzt?
  • Vertraust du deinem eigenen Bauchgefühl?
  • Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn du jemandem voll und ganz vertraust?
  • Könnte es sich nicht lohnen, bestimmten Menschen Vertrauen zu schenken?

Selbstreflektion ist wichtig, um deinen Problemen auf den Grund zu gehen. Nur so kannst du die Ursachen herausfinden und gezielt an dir arbeiten. Mach dir dabei immer wieder bewusst: Deine Gefühle zählen und sollten nicht kleingeredet oder gar ignoriert werden. Allerdings solltest du dir klar machen, dass vergangene Erlebnisse nichts mit deiner jetzigen Realität zu tun haben. Fehlendes Vertrauen hat etwas mit Angst zu tun. Um dich von ihr zu befreien, solltest du dir selbst klar machen: Die Angst hat keine Macht über dich, wenn du sie nicht ständig und immer wieder fütterst. Vertrauen erfordert sicher etwas Mut, aber es lohnt sich und beginnt zuerst bei dir selbst.


2. Stärke dein Selbstvertrauen

Wie sollst du anderen vertrauen, wenn du dir selbst nicht vertraust? Wenn du von ständigen Selbstzweifeln geplagt wirst und dich selbst nicht annimmst? Du wirst andere Menschen nie in dein Herz lassen können, wenn du nicht an dir selbst arbeitest. Übe dich in Selbstmitgefühl anstatt dich wegen deines Selbstmitleids selbst zu sabotieren.

Wer kein Selbstvertrauen hat, verschließt sein Herz auch für andere. Du vertraust deinem eigenen Urteilsvermögen nicht, also mauerst du. Du lässt dich von deinen Ängsten leiten, anstatt dem Leben zu vertrauen. Im Grunde kämpfst du gegen dich selbst, während du glaubst dich durch dein Misstrauen zu schützen. Lerne wieder dir selbst und dem Leben zu trauen, dann fällt es dir auch wieder leichter Menschen in dein Herz zu lassen.


3. Öffne dich wieder

Sobald du du so weit bist und einen interessanten Menschen kennen gelernt hast, solltest du dich und dein Herz langsam wieder öffnen. Der erste Schritt dahin ist Ehrlichkeit. Mit dir selbst und deinem Gegenüber. Sei also authentisch und verstecke dein Wahres Ich nicht nicht hinter einer Maske. Oft tragen wir diese im Alltag und spielen irgendeine Rolle anstatt voll und ganz wir selbst zu sein. Wenn du dich nach einem ehrlichen, authentischen Menschen sehnst, dem du vertrauen kannst, dann musst du lernen diese Maske abzulegen und dein wahres Ich zeigen. Viele Menschen grauen sich davor verletzlich zu sein. Dabei ist Verletzlichkeit oft der einzige Weg, um authentische Beziehungen aufbauen zu können. Wenn du von anderen Menschen Ehrlichkeit erwartest, dann musst du ihnen auch selbst diese bieten. Streife also deine Ängste ab und lebe vor allem hier und jetzt: Deine Vergangenheit und frühere Enttäuschungen sollten auf dein Hier und Jetzt keinen Einfluss haben. 



Über unser Gast-Autorin:

Unsere Gast-Autoring Tanja arbeitet bei datingfuchs.de und ist dort für die Online Redaktion und die Kundenkorrespondenz verantwortlich.


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