Coaching Business: Ich blogge, also bin ich? – Wann ein Blog für dich als Coach wirklich Sinn macht


Hast du eine solche Unterhaltung schon mal geführt? „Hey, ich starte ein Coaching-Business.“ „Oh, cool. Wie wirst du denn an Kunden kommen?“ „Also, als Erstes starte ich mal einen Blog ...“

Okay, du kannst dir schon denken: Wenn wir das als Thema aufgreifen, dann kann es nicht ganz so simpel sein. 😉 Richtig! Denn: Es ist eine tolle Idee, als Coach regelmäßig zu schreiben, um so neue Kunden zu gewinnen. Doch die Art, auf die viele Coaches an die Sache herangehen, funktioniert leider nicht. Deswegen lernst du in diesem Artikel die häufigsten Stolperstellen kennen und erfährst, wann ein Blog für dich Sinn macht und wie du ihn erfolgreich aufbaust. 


„Ich schreib dann mal los“ (oder: Wie man es nicht macht)

Ja, ich verstehe das: Du brennst für dein Thema, du bist inspiriert und du hast so viel zu sagen! Also setzt du dich an die Tasten und schreibst wild drauf los. Jede Woche ein neuer Blogartikel, das muss doch zum Erfolg führen? 

Nein. Du wirst feststellen: Es gibt viele Coaching-Websites, die mehr oder weniger fertige Blogartikel (oder auch nur „Gedankenströme“) zu verzeichnen haben. Kunden hingegen? Eher selten. Das kann an zwei Dingen liegen:

  1. Deine Kunden finden dich erst gar nicht.
  2. Deine Artikel regen nicht zum Kaufen an. 

Lass uns diese beiden Punkte genauer unter die Lupe nehmen. 🙂


1. Deine Kunden finden dich erst gar nicht.

Leider das Schicksal der allermeisten Coaches, die ihre erste Website ins Netz stellen und aufs Beste hoffen. Denn: Damit Google deine Website überhaupt verstehen kann, braucht es eine Suchmaschinenoptimierung (SEO, englisch für „Search Engine Optimization“). 

Wie SEO funktioniert

SEO heißt, deine Website (deinen Blog etc.) so für Google aufzubereiten, dass Google genau weiß, was auf deiner Seite los ist und was es dort zu finden gibt. Nur so kann Google deine Seite für die passenden Leute ausspielen, die auch wirklich interessiert sind. Blogartikel können dazu beitragen, deine Seite besser auffindbar zu machen. Doch es gehört noch viel mehr dazu, zum Beispiel:

  • die Struktur deiner Seite (ist sie logisch für Google?)
  • die Ladezeiten (je schneller, desto besser)
  • Optimierung für Handys
  • richtige Benennung deiner Bilder
  • etc. 

Unser Rat: Wenn du dich nicht selbst damit wirklich gut auskennst, hol dir auf jeden Fall einen SEO-Experten an deine Seite. Du hast sonst wenig Chancen, bei Google überhaupt zu ranken. Ich habe das selbst erlebt: Monatelang habe ich für eine Website optimierte Blogartikel geschrieben, ohne dass überhaupt irgendetwas passierte. Doch es lag nicht an den Texten: Sobald ein SEO-Experte sich im Hintergrund die Technik vornahm, schoss die Website plötzlich (dank der vielen Artikel) sogar bis auf Platz 1 bei Google! SEO lohnt sich also. 

Keyword-Recherche ist Pflicht!

Bevor du Artikel für deinen Blog schreibst, gönn dir eine Keyword-Recherche – von jemandem, der davon wirklich Ahnung hat (wir empfehlen dir gern jemanden dafür). Denn: Alle deine Texte sind nutzlos, wenn sie nicht mit den entsprechenden Keywords ausgestattet sind. Du verwendest so viel Zeit auf das Schreiben. Stelle sicher, dass du damit dann auch gefunden wirst. 🙂 

Wenn du diese Punkte beachtest und regelmäßig neue Artikel auf deine Website bringst (die an den richtigen Stellen die richtigen Keywords haben), kannst du mit der Zeit auch beobachten, wie deine Website bei Google stetig nach oben klettert. Toll, oder? Dann wird es Zeit für Punkt 2. 



2. Deine Artikel regen nicht zum Kaufen an.

Wenn deine Seite gefunden wird, du aber keine Anfragen bekommst, dann ist das natürlich bitter. Es heißt aber auch: Du hast hier ein ungeheures Potenzial auszuschöpfen, wenn du deine Texte nur ein klein wenig umstellst. 

Worum geht es dabei? Da wir hier über Blogartikel sprechen, vor allem darum: Biete deinen Lesern etwas, das sie nicht überall sonst bekommen. Das klingt so einfach und ist doch so schwer. Lass mich dir daher ein paar Beispiele geben. 

Beispiel 1: Gedanken und „Stream of Consciousness“ 

Viele Coaches verwenden ihren Blog als eine Art Tagebuch, und das ist es auch, was Blogs ursprünglich waren. Natürlich steht es dir frei, das zu tun – doch dann kannst du nicht erwarten, dass deine Leser auch zu Kunden werden. 🙂 

Denn: Die meisten von uns haben sowieso schon wenig Zeit. Und so besonders wir alle sind, so wenig interessieren sich in der Regel alle anderen für unsere unzusammenhängenden Gedanken. Viele Coaches schreiben über Erkenntnisse aus ihrem Alltag, ihren Tagesablauf oder gar ihre Träume – und für die meisten Leser ist das leider überhaupt nicht relevant. Und selbst wenn es sie vage interessiert, macht es sie noch lange nicht zu Kunden. 

Beispiel 2: Die üblichen Tipps & Tricks

Leider auch sehr beliebt: Wir googlen einfach mal, was die Ersten bei Google schreiben, und verpacken das dann in einen neuen Artikel. Google doch zum Beispiel mal das Wort „Selbstliebe“. Da findest du (aktuell, während ich das hier schreibe) auf der ersten Seite folgende Titel: 

  • Selbstliebe: Wie du lernst, dich mehr zu lieben
  • 4 Tipps, wie du dich selbst mehr schätzen lernst
  • Selbstliebe lernen – ein Guide
  • 5 Tipps für mehr Selbstliebe
  • Selbstliebe lernen – So gelingt’s in 7 Schritten
  • etc. 

Merkst du was? 😉 Genau, das Letzte, was Google braucht, ist ein weiterer Artikel mit Tipps zum Thema Selbstliebe. Doch genau das machen viele Coaches in ihren Blogs: Sie reproduzieren dieselben alten Ideen wieder und wieder. 

Spannender ist da schon folgender Ansatz (ebenfalls von Seite 1): „8 Dinge, die Menschen mit mehr Selbstliebe anders machen.“ Oder wie wäre es damit: „Selbstliebe: Versuche nicht, dich selbst zu lieben.“ Eine gute Herangehensweise ist es also, die bereits vorhandenen und beliebten Themen ein wenig auf den Kopf zu stellen.


Dein Ziel mit jedem Blogartikel: Unterhalten & verführen

Du kannst dir einen Blogartikel wie ein erstes Date vorstellen: Ein Leser lernt dich kennen und entscheidet im Anschluss daran, ob er dir noch mehr von seiner Zeit schenken möchte. Wenn du also

  • nur über dich redest
  • nichts Interessantes oder Neues zu sagen hast
  • völlig unstrukturiert daher redest
  • nicht zum Punkt kommst
  • etc. 

… dann brauchst du dich auch nicht zu wundern, dass deine Leser wieder abspringen. 😉 Ein guter Blogartikel liefert, was du auch beim ersten Date erreichen willst: Er unterhält, er fasziniert, er macht Lust auf mehr und … irgendwann … führt er auch zu einer – sagen wir „intimeren Beziehung“. Cool, oder?

Das Tolle an Blogartikeln ist: Sie machen zwar jede Menge Arbeit (wenn du es wirklich gut machen willst), aber sie werden nicht schlecht. Ein guter Artikel bleibt im Internet und kann dir über Wochen, Monate oder sogar Jahre immer neue Kunden bringen. 

Also bedenke: 

  1. Stelle sicher, dass deine Artikel gefunden werden.
  2. Unterhalte und verführe. 

Wenn du dabei Hilfe brauchst – wir sind gern für dich da!

Deine Rabea von mooleos


Unsere Gastautorin Rabea Scholz ist Texterin für Coaches und Leiterin von mooleos, der ersten und bisher einzigen Textagentur, die sich auf Marketing-Texte für Coaches spezialisiert hat. Alle Autorinnen im mooleos-Team haben Erfahrung im Coaching-Bereich und schreiben herzliche, persönliche und authentische Marketing-Texte für ihre Coaches – Werbung, die verkauft, ohne zu nerven.


Photo by Andrew Neel on Unsplash


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