Ein kleiner Trick für mehr Mut (Harry Potter Edition)


Vor einigen Jahren war ich mal großer Fan von Matthias Schweighöfer, und ich erinnere mich, wie ich bei einem Arzt im Wartezimmer saß und in einer Frauenzeitschrift ein Interview mit ihm laß. Er wurde darin gefragt, was er sich für sein 10 Jahre jüngeres Ich wünschen würde und die Antwort war: mehr Mut. Ich glaube es waren nur diese zwei Worte, ohne große Erklärung dazu.

“Mit Mut fangen die schönsten Geschichten an” – Unbekannt

“Mehr Mut”, nun wirklich keine lyrische Meisterleistung oder bahnbrechende Neuigkeit, dass mehr Mut uns allen gut tun würde. Trotzdem, irgendwie blieb ich daran hängen. Kennt ihr das, wenn ihr etwas liest und so banal es vielleicht klingt, es räsoniert total mit einem, es hallt noch monate- oder jahrelang im Kopf wider.


Was genau ist denn eigentlich Mut?

Ich denke, Mut ist für jeden eine sehr persönlich individuelle Geschichte. Ich z.B. bin sehr mutig bei Dingen wie Job kündigen, Achterbahn fahren und eigenartige Klamotten tragen, aber sobald es darum geht fremde Menschen anzusprechen, da werde ich plötzlich ganz ganz klein und muss mich beherrschen, meinem Fluchtreflex nicht nachzugeben. Bei dir ist es vielleicht andersherum, aber was wir beide gemeinsam haben…

Jaja, diese Mutsache!

Wie viele Dinge haben wir wohl schon nicht getan, wie viele Möglichkeiten nicht genutzt, aus Angst, dass etwas schlimmes passieren könnte. Sicherlich kennt hier auch jeder den Spruch, dass man am meisten die Dinge bereut, die man NICHT getan hat. Den netten Typen in der Ubahn anzulabern, seine Meinung mal gesagt zu haben, alles zu verkaufen und auf Weltreise zu gehen oder vielleicht einfach nur die Haare rot zu färben.

Wie oft stehen wir am Rand und springen aber nicht.

Versteht mich nicht falsch, Angst zu haben ist ein gesundes Gefühl, wir brauchen Ängste um nicht von Dächern zu fallen oder sonst irgendetwas wahnsinnig Dummes zu tun. Die Angst beschützt uns.

Doch manche Ängste halten uns allerdings davon ab, unser Potenzial zu entfalten und damit vollkommen „Wir selbst sein“ zu können – und dann wird es Zeit etwas gegen die Angst zu tun.


Mut lässt sich trainieren!!!

Oder wegzaubern!

Es gibt in Harry Potter (und der Gefangene von Askaban) diese eine Szene, in der die Schüler vor einem Spiegel stehen und sich ihren größten Ängsten stellen müssen, die sich dann durch den Spiegel materialisieren.

Um diese Angstmonster anschließend zu besiegen, müssen die Schüler eine Zauberspruch sagen, nämlich RIDDIKULUS.

Sobald sie den Zauberspruch richtig ausgeführt haben, verwandelt sich das Angstmonster in irgendetwas Lustiges, bei dessen Anblick der Schüler lachen muss und alle Angst verliert.

Ich finde diese Szene bei Harry Potter unglaublich wertvoll, denn genau so ist es im Leben eben auch. Wir alle haben Ängste, manche davon sind uns bewusst, andere können uns in gewissen Situationen überraschen.

Viele unserer Ängste haben auch eine besondere Eigenheit – es gibt sie eigentlich gar nicht, wir erschaffen sie selbst und /oder machen sie größer als sie in Wirklichkeit sind. Wir stellen uns das absolute Worst Case Szenario vor, das in 99,9% der Fälle sowieso nie eintreten wird. Und diese 0,1% Wahrscheinlichkeit wird zu einem riesengroßen, fürchterlichen Angstmonster, das uns verfolgt. Von Außen betrachtet wirkt diese Angst einfach nur „bescheuert /lächerlich“, genauso wie im englischen der Zauberspruch RIDDIKULUS (englisch “ridiculous” = deutsch „bescheuert /lächerlich“).


Den Ängsten stellen

Und genau wie die Schüler in Harry Potter müssen wir uns ihnen stellen, um selbst erkennen zu können, wie bescheuert und lächerlich diese Angst eigentlich war.

Probier’ das nächste Mal, wenn du vor etwas Angst hast, folgendes aus:

Stell dich gerade hin, Nase hoch, Brust raus. Jetzt stell dir deine Angst vor, wie sie aussehen könnte.

Wie sieht sie aus? Vielleicht ähnlich wie du, nur gruselig. Vielleicht ist die Angst ein haariges Monster mit Reißzähnen und Hörnern, vielleicht ist es ein Mensch den du kennst.

Jetzt stell dir vor, du ziehst deinen (imaginären) Zauberstab aus der Tasche, sammelst all deine Energie aka. Zauberkraft und rufst einmal laut RIDDIKULUS.

In diesem Moment verwandelt sich dein Monster in etwas so lächerliches, dass du erkennst, dass du gar keine Angst davor zu haben brauchst.

Mit dieser Methode kann es dir gelingen, auf spielerische Art und Weise dich deinen Ängsten zu stellen und sie los zu werden.


Die Harry Potter Szene findest du im dritten Teil der Harry-Potter-Buchreihe von Joanne K. Rowling mit dem Titel „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“.

Ein weiteres Buch zum Thema „Mut“, was ich dir sehr gern ans Herz legen möchte, ist das „Café am Rande der Welt“, geschrieben von John Strelecky. 


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Photo by Jonathan Cooper on Unsplash


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